Lexikon

Zurück

Essgewohnheiten

Süss und sauer sind Gegensätze! Und dennoch müssen in der Zahnmedizin süss und sauer in einem Atemzug genannt werden. Der süsse Zucker schadet unseren Zähnen primär nicht. Aber der Zucker wird in unserem Mund sekundär von Bakterien (die natürlicher Weise in der „Mundflora“ vorhanden sind), zu Säure vergoren (Stoffwechselprodukte). Erst diese Säure führt über das Entkalken der Zahnhartsubstanzen zu Karies.

Der Zahnschmelz besteht praktisch vollständig aus Mineralien (Kalzium- Phosphatkristallen). Der Zahnschmelz ist somit die härteste Körpersubstanz überhaupt, gleichzeitig aber sehr empfindlich gegen Säuren. Die Einnahme von sauren Speisen und Getränken kann genauso wie die Einnahme von Zucker zur Schwächung der Zähne (Erosion) führen. Betroffen sind alle Zahnpartien, vor allem aber die Zahnhälse, die Kauflächen und die Aussenflächen der Zähne.

Wenn Müesli, Joghurt, Obst, Fruchtsäfte oder andere saure Speisen verzehrt werden, sollte man mit der Zahnreinigung etwa eine halbe Stunde warten. Die Säuren, welche in diesen Speisen direkt enthalten sind, können den Zahnschmelz leicht aufweichen. Durch das sofortiges Zähneputzen könnte so die oberste Schmelzschicht „weggefegt“ und der Zahn zusätzlich geschädigt werden.